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Wenn Du zu Hause einen Angehörigen pflegst, sind viele Fragen rund um die Pflegeleistungen und die rechtlichen Rahmenbedingungen wichtig. Dieser Artikel gibt Dir einen praxisnahen Überblick über die Pflegegrade, Leistungen der Pflegekasse und wie Du diese sinnvoll für die häusliche Pflege nutzen kannst. So behältst Du den Überblick und kannst die bestmögliche Unterstützung für Dich und Deinen Angehörigen organisieren (Stand: 2025).

Was sind Pflegegrade und warum sind sie wichtig?

Die Pflegegrade sind seit 2017 die Grundlage, um den Unterstützungsbedarf von pflegebedürftigen Menschen festzustellen. Sie ersetzen die alten Pflegestufen und orientieren sich am Grad der Selbstständigkeit.

Pflegegrade helfen dabei, die richtige Unterstützung durch die Pflegeversicherung zu erhalten und die Leistungen individuell anzupassen.

  • Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
  • Pflegegrad 2: Erhebliche Beeinträchtigung
  • Pflegegrad 3: Schwere Beeinträchtigung
  • Pflegegrad 4: Schwerste Beeinträchtigung
  • Pflegegrad 5: Schwerste Beeinträchtigung mit besonderen Anforderungen

Kriterium Alte Pflegestufen Neue Pflegegrade
Orientierung Zeitaufwand für Pflege Grad der Selbstständigkeit
Skala 3 Stufen 5 Grade
Leistungshöhe Begrenzt Flexibel und angepasst

Welche Leistungen stehen Dir im Pflegegrad zu?

Abhängig vom Pflegegrad kannst Du verschiedene Leistungen der Pflegeversicherung nutzen. Diese unterstützen Dich finanziell und organisatorisch bei der Pflege zu Hause.

Die Leistungen umfassen sowohl Geldleistungen als auch Sachleistungen durch professionelle Pflegedienste.

  • Pflegesachleistung: Professionelle Pflegekräfte kommen ins Haus
  • Pflegegeld: Geldbetrag für die private Pflege durch Angehörige
  • Entlastungsbetrag: Für Angebote zur Unterstützung im Alltag
  • Verhinderungspflege: Ersatzpflege bei eigener Verhinderung
  • Wohnumfeldverbesserung: Zuschüsse für barrierefreies Wohnen
  • Tages- und Nachtpflege: Teilstationäre Betreuung

Wie beantragst Du Pflegeleistungen bei der Pflegekasse?

Der erste Schritt ist die Beantragung eines Pflegegrades bei der Pflegekasse. Das geht formlos, zum Beispiel telefonisch oder schriftlich.

Nach der Antragstellung besucht der Medizinische Dienst (MD) den Pflegebedürftigen zu Hause zur Begutachtung. Diese Einschätzung entscheidet über den Pflegegrad.

  • Kontaktaufnahme mit der Pflegekasse
  • Formloser Antrag auf Pflegegrad
  • MD-Begutachtung vor Ort
  • Bescheid über Pflegegrad und Leistungen
  • Bei Ablehnung Widerspruch möglich

Wie kannst Du die Leistungen im Alltag praktisch nutzen?

Die Leistungen der Pflegekasse bieten Dir viele Möglichkeiten, die Pflege zu Hause zu erleichtern. Wichtig ist, die Angebote gezielt zu kombinieren.

Ein Beispiel: Du nutzt die Pflegesachleistung für die Körperpflege und erhältst zusätzlich Pflegegeld für weitere Unterstützung durch Familienmitglieder.

  • Pflegesachleistung für professionelle Pflege buchen
  • Pflegegeld für Angehörige beantragen
  • Entlastungsbetrag für Haushaltshilfen verwenden
  • Verhinderungspflege nutzen, wenn Du mal frei brauchst
  • Wohnumfeld anpassen für mehr Sicherheit

Was ändert sich ab 2025 bei den Pflegeleistungen?

Zum 1. Januar 2025 gibt es wichtige Anpassungen bei den Pflegeleistungen. Die Beträge für Pflegegeld und Pflegesachleistungen wurden erhöht, um die steigenden Kosten zu berücksichtigen.

Diese Änderungen sorgen dafür, dass die häusliche Pflege besser unterstützt wird und Du mehr Spielraum hast, die Pflege individuell zu gestalten.

  • Erhöhung der Pflegegeldsätze um bis zu 10 %
  • Mehr Geld für Pflegesachleistungen
  • Verstärkte Förderung für technische Hilfsmittel
  • Verbesserte Zuschüsse für barrierefreien Wohnungsumbau
  • Regionale Unterschiede bei Zuschüssen möglich

Worauf solltest Du bei der Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst achten?

Der Medizinische Dienst (MD) ist für die Begutachtung zur Pflegeeinstufung zuständig. Eine gute Vorbereitung auf den Besuch erleichtert Dir und Deinem Angehörigen die Einschätzung.

Sei ehrlich und genau bei der Beschreibung der Pflegebedürfnisse. Notiere vorher alle wichtigen Punkte und Fragen.

  • Vorbereitung auf den MD-Termin
  • Pflegebedürfnisse und Alltagssituationen dokumentieren
  • Offen und genau Auskunft geben
  • Fragen und Unsicherheiten klären
  • Ergebnisse prüfen und bei Bedarf Widerspruch einlegen

Fragen & Antworten

  • Frage: Wie schnell bekomme ich nach Antragstellung den Pflegegrad?

    Antwort: In der Regel dauert die Begutachtung durch den MD wenige Wochen. Danach informiert Dich die Pflegekasse schriftlich über den Pflegegrad.

  • Frage: Kann ich Pflegegeld und Pflegesachleistung gleichzeitig nutzen?

    Antwort: Ja, Du kannst beide Leistungen kombinieren, allerdings mindert die Nutzung einer Leistung die andere anteilig.

  • Frage: Was mache ich, wenn der Pflegegrad abgelehnt wird?

    Antwort: Du kannst Widerspruch einlegen und eine erneute Begutachtung beantragen. Unterstützung bieten Pflegeberatungen.

  • Frage: Wie finde ich einen passenden Pflegedienst?

    Antwort: Informiere Dich bei der Pflegekasse, im Internet oder bei regionalen Beratungsstellen über zugelassene Pflegedienste.

  • Frage: Gibt es Unterstützung für technische Hilfsmittel?

    Antwort: Ja, die Pflegekasse fördert Hilfsmittel, die die Pflege erleichtern oder die Selbstständigkeit fördern.

Die Pflege zu Hause ist eine Herausforderung, aber mit den richtigen Informationen und Unterstützung kannst Du viel bewirken. Bleib mutig und nutze die Angebote, die Dir und Deinem Angehörigen helfen.

Bundesministerium für Gesundheit – Pflegeversicherung,
GKV-Spitzenverband – Pflegekassenleistungen,
Medizinischer Dienst – Begutachtung,
Gesetzesportal – Sozialgesetzbuch XI,
Verbraucherzentrale – Pflegeberatung,
Deutsche Rentenversicherung – Pflegezeiten,
Bundesagentur für Arbeit – Pflegeunterstützungsgeld